Schule und Wohnheim für Kinder
Ausbildung für junge Frauen
Schule und Wohnheim
Was wird aus den Kindern, wenn die Tuberkulosebehandlung erfolgreich abgeschlossen ist? Müssen wir unsere kleinen Patienten in die Armut der Slums zurückschicken, wo sie, wie ihre Eltern, niemals eine Chance haben werden, eine Schule zu besuchen oder einen Beruf zu erlernen?
Unsere Fürsorge und unsere Verantwortung können nicht mit der körperlichen Gesundheit eines Kindes enden. Zumal die Gesundheit durch erneute Unterernährung und schlechte Lebensbedingungen wieder bedroht ist.
Schule und Ausbildung für jedes Kind, dessen Eltern dies wünschen und mittragen, müssen unsere nächsten Schritte sein.
Brother Ephrem ist ein sozial sehr engagierten Prado Bruder (Prado ist ein indisch-christlicher Orden, dessen Mitglieder mit den Menschen im Slum leben und sich um sie kümmern) und Lehrer. In ihm haben wir den richtigen Partner gefunden.
Brother Ephrem hat vor 10 Jahren begonnen eine Schule für Kinder aus sehr armen Familien der Umgebung
aufzubauen. Heute werden in der St. Francis School 560 Kinder zwischen 4,5 und 15 Jahren unterrichtet. Sie
werden in neun Klassen bis zum Abschluss der 7. Klasse (Hindhi medium) gebracht. Danach wechseln sie je nach
Begabung auf verschiedene staatliche Schulen, wo sie den Abschluss Klasse 10 machen. Die Schulkosten werden
von Brother Ephrem (und seinen Sponsoren) soweit nötig getragen, die Eltern werden allerdings gebeten, je nach
Möglichkeit, Schulkleidung, Fahrkosten oder doch einen winzigen Beitrag zur Ausbildung ihrer Kinder beizutragen.
Nach Ende der Schulausbildung werden die Kinder in verschiedene Berufsausbildungen vermittelt. Sehr begabte Kinder können sogar die Klasse 12 abschließen.
Gemeinsam mit Brother Ephrem und unterstützt durch Mittel des Bundesministeriums für Entwicklungszusammenarbeit, baut "Ärzte für die Dritte Welt" zusätzlich ein Wohnheim für 50 Mädchen aus unserem TB Programm auf. Sie werden in der St. Francis School ihren Schulabschluss machen und damit einen guten Start in ein besseres Leben bekommen.
Die laufenden Kosten des Wohnheims belaufen sich auf etwa 2.000,- € im Monat und müssen über Spenden finanziert werden. Hierzu bitten wir Sie um eine Patenschaft. Für 300,-€ pro Jahr ermöglichen Sie einem von Tuberkulose geheilten Kind den regelmäßigen Schulbesuch. Lesen Sie mehr über unsere Projektpatenschaften
Ausbildungsprojekte für jugendliche TB Patientinnen
Junge Frauen haben in der indischen Gesellschaft kaum eine Ausbildungschance, wenn sie nicht rechtzeitig eine Schule besucht und abgeschlossen haben, was üblicherweise Mädchen aus gehobenen Kreisen vorbehalten ist.
Die meisten unserer jungen Patientinnen kommen aus dem Slum, sie konnten niemals eine Schule besuchen. Meist werden sie schon als Kinder mit häuslichen Arbeiten, die einen Minimalverdienst der Familie sichern helfen (Kleben von Papiertüten, Auffädeln von Perlen, u.ä.) beschäftigt, oder aber sie haben ihre kleinen Geschwister zu betreuen und für die Familie zu kochen und zu waschen.
Nach ihrer Entlassung aus dem TB-Krankenhaus kehren sie in ihr häusliches Umfeld zurück und die Eltern werden bemüht sein, sie irgendwo als Dienstmädchen unterzubringen oder sie so schnell wie möglich an einen – meist deutlich älteren Mann – zu verheiraten.
Damit beginnt meist der Teufelskreis aus Armut, Krankheit und Chancenlosigkeit von neuem, aus dem sich die junge Frau aus eigener Kraft wahrscheinlich nie wird befreien können. Wahrscheinlich wird sie bald nach der Hochzeit schwanger werden und in jährlichem Abstand ein Kind zur Welt bringen. Ein Kind, das auch niemals eine Chance auf ein besseres Leben haben wird.
Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen gibt es nur einen Weg - eine Ausbildung
Einige junge Frauen nehmen dankbar das Unterrichtsangebot der TB Kliniken wahr, sie lernen wann immer sie Kraft dazu haben. Sie sind motiviert, interessiert und intelligent genug einen verspäteten Schulabschluss zu schaffen. Andere interessieren sich mehr für handwerkliche Tätigkeiten, wie Nähen, Sticken und Sarimalen, sie sind ausdauernd und schaffen oft erstaunliche Kunstwerke.
Sie brauchen eine Chance das Begonnene fortzusetzen und einen qualifizierten Berufsabschluss zu erwerben
Für diese jungen Frauen haben wir in Brother Mathew, einem Salesianerpater, einen passenden Kooperationspartner gefunden.
Brother Mathew begann vor 17 Jahren ein Ausbildungszentrum für Jugendliche aus den untersten Bevölkerungsschichten aufzubauen. Die Jugendlichen haben dort die Chance, ein Handwerk zu erlernen und werden nach Abschluss ihrer Ausbildung an einen Arbeitsplatz vermittelt.
Für unsere jungen Frauen wollen wir in der Nähe des Ausbildungszentrums eine größere Wohnung erwerben, wo etwa 15 von ihnen – betreut und unterstützt von einer Ordensschwester - leben können, um am Ausbildungszentrum zu lernen und zu arbeiten.
Die Kosten für diese Ausbildung möchten wir ebenso wie die Kosten für die Schule der Kinder aus Projektpatenschaften finanzieren. Mehr zu unseren Projektpatenschaften...
