Spendenkonto
"Ärzte für die Dritte Welt"
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Bank: EKK Bank

Nummer im Verwendungszweck
Tuberkuloseprojekt: 54517
Ausbildungsprojekt: 54521

Arbeit gegen Tuberkulose in Kalkutta – das Gesamtkonzept

In den Ambulanzen der "Ärzte für die Dritte Welt" werden täglich etwa 1000 Patienten gesehen. Viele von ihnen sind schwerkrank, viele leiden an Tuberkulose – denn Tuberkulose ist die am weitesten verbreitete Seuche in der armen Bevölkerung.

Besteht bei einem Patienten Verdacht auf Tuberkulose, so muss er weiter untersucht werden. Dazu gibt es Diagnostik- und Behandlungszentren der Hilfsorganisation "Ärzte für die Dritte Welt". Dort wird mit indischen Fachärzten, die auf Tuberkulose spezialisiert sind, zusammengearbeitet. Zunächst einmal wird der Patient vom Arzt gründlich untersucht und die notwendige Diagnostik festgelegt.

Dazu gehören zunächst Untersuchungen des Sputums (Auswurf) in dem die Tuberkulosebakterien nachgewiesen werden können, sofern es sich um eine offene Lungentuberkulose handelt.

Je nach Lokalisation der Tuberkulose sind oft Röntgenaufnahmen der Lunge oder der Wirbelsäule. Manchmal auch teure Untersuchungen wie CT oder MRT notwendig.

Apotheke in KalkuttaNachdem die Diagnose gesichert ist, beginnt die Behandlung der Tuberkulose, die je nach Schweregrad und Lokalisation 6 – 12 Monate dauert.

Hier arbeiten die Behandlungszentren der "Ärzte für die Dritte Welt" mit dem staatlichen Tuberkulosekontrollprogramm zusammen, welches die Medikamente für jeden Patienten für die gesamte Dauer der Behandlung zur Verfügung stellen.

Der Patient kommt nun dreimal wöchentlich ins Behandlungszentrum, um die Medikamente unter Aufsicht der dort tätigen Mitarbeiter einzunehmen. Er wird regelmäßig von den indischen Kollegen auf Nebenwirkungen oder Komplikationen untersucht.

 

 

Zwei Mitarbeiter auf dem Weg zu Patienten, um die Medikamenteneinnahme zu kontrollierenErdrückende Armut und Unwissenheit lassen die Menschen die Behandlung oft frühzeitig abbrechen. Sobald es ihnen etwas besser geht und die ersten quälenden Symptome nachgelassen haben, gibt es im Kampf ums Überleben Wichtigeres als die regelmäßige Medikamenteneinnahme. Kommt ein Patient nicht zur Medikamenteneinnahme, so wird er von den Mitarbeitern des Zentrums zu Hause besucht und an die Notwendigkeit einer regelmäßigen Medikamenteneinnahme erinnert.

Dies ist ein sehr aufwendiges System und es erfordert eine sehr gute Schulung, eine hohe Motivation und persönliche Kompetenz der Mitarbeiter.

Aber nur durch eine regelmäßige Medikamenteneinnahme kann die Tuberkulose auch wirklich ausgeheilt werden und verhindert werden, dass die Keime resistent gegen die verfügbaren Medikamente werden.

Unsere Patienten kommen oft aus extrem schlechten sozialen Verhältnissen – Tuberkulose ist die Seuche der Armen. Sie müssen täglich um ihr eigenes Überleben und das Überleben der Familie kämpfen, sie sind oft Analphabeten und konnten nie etwas über Gesundheit und Hygiene lernen. So verwundert es nicht, dass sie oft erst zum Arzt kommen, wenn sie sich buchstäblich nicht mehr auf den Beinen halten können. für manche von ihnen ist eine ambulante Behandlung dann nicht mehr möglich.

Um auch diesen Patienten ein adäquate Hilfe anbieten zu können, haben "Ärzte für die Dritte Welt" inzwischen zwei auf die Behandlung der Tuberkulose spezialisierte Krankenhäuser aufgebaut.