Spendenkonto
"Ärzte für die Dritte Welt"
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Nummer im Verwendungszweck
Tuberkuloseprojekt: 54517
Ausbildungsprojekt: 54521

Pushpa Home

Ende 2005 schlossen sich acht Ärzte aus dem Team der "Ärzte für die Dritte Welt" zu einer Arbeitsgruppe für Kindertuberkulose zusammen Durch ihre Initiative wurde die Versorgung tuberkulosekranker Kinder im ambulanten und stationären Bereich wesentlich verbessert und erweitert. Nach dem Aufbau einer auf Diagnostik und Therapie der kindlichen Tuberkulose spezialisierten Ambulanz, wurde im August 2007 das Pushpa Home als ein spezialisiertes Behandlungszentrum mit stationären Betten eingeweiht.

Kinder haben ein hohes Risiko sich bei infektiösen Erwachsenen in ihrem Umfeld anzustecken und nach einer Infektion zu erkranken.

Die meisten Patienten mit TB können und sollen ambulant betreut werden.

Dazu gibt es in der Kindetuberkuloseambulanz eine regelmäßige Sprechstunde, in der Kinder von einer spezialisierten indischen Kinderärztin untersucht werden. Hier bekommen sie auch regelmäßig ihre Medikamente, Vitamine und notwendige Mineralstoffe. Geschulte Mitarbeiter halten engen Kontakt zu den Eltern, um sie in medizinischen und sozialen Fragen zu beraten.

Immer wieder werden Kinder in die Ambulanz gebracht, die schwerstkrank, durch Tuberkulose der Wirbelsäule querschnittgelähmt oder massiv unterernährt sind. Sie stammen aus ärmlichsten Verhältnissen oder leben allein auf der Straße, weil die Eltern verstorben sind.

Diese Patienten werden stationär im Pushpa Home aufgenommen. Hier ist Platz für 35 Kinder.

Zwei indische Ärztinnen (eine Kinderärztin und eine Lungenfachärztin) leiten das Haus und sind für die medizinische Versorgung der Kinder verantwortlich. Neun ausgebildete Schwestern unterstützen die Ärztinnen und versorgen und pflegen die Kinder.

Pushpa bedeutet "kleine Blume" auf Bengali und wie sich eine kleine Blume entfalten kann, so sollen die Kinder während ihres stationären Aufenthaltes nicht nur wieder gesund und kräftig werden, sie sollen auch einen Gewinn für ihr weiteres Leben mitnehmen.

Die meisten Kinder, die im Krankenhaus aufgenommen werden haben niemals eine Schule besuchen können.

Um ihnen nach der Heilung auch die Chance auf einen Ausstieg aus der Spirale des Elends mitgeben zu können, erhalten sie im Pushpa Home täglich Unterricht in ihrer Muttersprache.

Nach ihrer Entlassung können sie – wenn sie selbst motiviert und ihre Eltern einverstanden sind und sie beim Lernen unterstützen wollen – in eine Schule oder ein Ausbildungszentrum aufgenommen werden.